Impressumspflicht auf YouTube: Die Grundlagen
Die kurze Antwort: Ja, fast jeder YouTuber braucht ein Impressum. Sobald dein Kanal nicht mehr rein privat ist — und das ist er ab dem Moment, in dem du Geld damit verdienst — greift die Impressumspflicht nach § 5 TMG (Telemediengesetz, seit Mai 2024 abgelöst durch das DDG, inhaltlich identisch).
Die häufigsten Auslöser der Impressumspflicht bei YouTubern:
- YouTube-Partnerprogramm (AdSense): Sobald du monetarisierst, bist du geschäftsmäßig unterwegs.
- Affiliate-Links: Schon ein einziger Affiliate-Link in der Videobeschreibung kann ausreichen.
- Sponsorings und Brand Deals: Egal ob bezahlt oder als Produktplatzierung.
- Mitgliedschaften und Super Chats: Direkte Einnahmen über die Plattform.
- Merchandise: Wenn du über YouTube Shopping oder externe Shops verkaufst.
Was muss im Impressum stehen?
Das Impressum muss diese Pflichtangaben enthalten:
- Vollständiger Name: Vor- und Nachname (bei Einzelpersonen) oder Firmenname mit Rechtsform.
- Ladungsfähige Anschrift: Eine Adresse, unter der Zustellungen möglich sind — kein Postfach.
- Kontaktmöglichkeit: E-Mail-Adresse und eine weitere schnelle Kontaktmöglichkeit (Telefon oder Kontaktformular).
- Ggf. USt-IdNr.: Falls vorhanden, die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer.
Wo platziere ich das Impressum auf YouTube?
YouTube bietet keinen dedizierten Impressumsbereich. Die bewährte Methode:
- Kanalbeschreibung: Füge einen gut sichtbaren Link zu deiner Impressumsseite ein (z. B. „Impressum: zerodox.de/impressum").
- Banner-Link: Du kannst bis zu 5 Links im Kanal-Banner hinterlegen — einer davon sollte dein Impressum sein.
- Videobeschreibung: Besonders bei gesponsorten Videos empfiehlt sich ein zusätzlicher Impressumshinweis.
Entscheidend ist die Zwei-Klick-Regel: Das Impressum muss von jeder Unterseite (also jedem Video) mit maximal zwei Klicks erreichbar sein.
Das Problem mit der Privatadresse
Die Impressumspflicht bedeutet: Deine Adresse wird öffentlich. Für YouTuber ist das besonders problematisch, weil:
- Fans und Stalker: Je größer der Kanal, desto höher das Risiko unerwünschter Besuche.
- Doxxing: Impressumsadressen werden von Trollen gesammelt und in Foren veröffentlicht.
- Dauerhaft im Netz: Google indiziert Impressumsseiten — auch nach einem Umzug bleibt die alte Adresse auffindbar.
Lösung: c/o-Adresse für YouTuber
Eine c/o-Adresse löst dieses Problem. Dabei nutzt du die Adresse eines Dienstleisters wie ZERODOX für dein Impressum. Deine Privatadresse bleibt komplett privat.
Vorteile einer c/o-Adresse:
- Ladungsfähig: Behörden und Gerichte können rechtssicher zustellen — erfüllt § 5 TMG.
- Post digital: Eingehende Briefe werden gescannt und im Dashboard bereitgestellt.
- Umzugssicher: Deine Impressumsadresse bleibt bei einem Umzug gleich.
- Ab 5 €/Monat: Der CORE-Tarif deckt alles ab, was YouTuber brauchen.
Kosten im Überblick
ZERODOX bietet zwei Tarife speziell für Creator:
- CORE (ab 5 €/Monat): c/o-Adresse, Briefscan, Dashboard — ideal für YouTuber ohne Fanpost.
- PRIME (ab 10 €/Monat): Zusätzlich Paket- und Fanpost-Annahme — für Kanäle mit PR-Samples und Merchandise.
Alle Details findest du auf unserer Kostenübersicht.
Checkliste: Impressum für YouTuber
- Prüfe, ob dein Kanal geschäftsmäßig ist (Monetarisierung, Affiliates, Sponsorings).
- Erstelle eine Impressumsseite mit allen Pflichtangaben nach § 5 TMG.
- Verlinke das Impressum in der Kanalbeschreibung und im Banner.
- Schütze deine Privatadresse mit einer c/o-Adresse.
- Halte die Angaben auf allen Plattformen konsistent (YouTube, Instagram, TikTok, Website).